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1. Juli – Tag gegen antimuslimischen Rassismus

Antimuslimischer Rassismus ist ein Phänomen, welches Muslim*innen und als muslimisch gelesene Menschen in ihrem Alltag erleben. Dies beginnt mit vermeintlich kleinen Beschimpfungen, kann jedoch auch gewalttätige Züge annehmen. Die schreckliche Tat von Hanau 2019 ist hierfür ein trauriges Beispiel. Wohin antimuslimischer Rassismus führen kann, wurde bereits am 1. Juli 2009 in Dresden deutlich. Die Ägypterin Marwa El-Sherbini erschien im Landgericht Dresden zu einer Zeugenaussage, da sie einige Zeit zuvor von dem Angeklagten rassistisch beleidigt wurde. Beim Verlassen des Gerichtes wurde El-Sherbini von dem Angeklagten vor den Augen ihres Ehemannes und des dreijährigen Sohnes mit einem Messer ermordet.

(Antimuslimischer) Rassismus zerstört und spaltet eine Gesellschaft und äußert sich nicht immer nur durch Gewalt. Viele Menschen erleben Rassismus und antimuslimische Anfeindungen im Beruf, im Schulalltag, bei der Wohnungssuche und in vielen weiteren alltäglichen Situationen. Die Belastung ist groß. Der 1. Juli wurde zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Es ist nicht nur ein Tag zum Gedenken an Marwa El-Sherbini. Vielmehr soll die Aufmerksamkeit auf ein gesellschaftliches Problem gelenkt werden, welches das Zusammenleben in unserer Gesellschaft und den Alltag von Muslim*innen und von muslimisch gelesenen Menschen erschwert.

Wir wünschen uns, dass dieses Problem über den heutigen Tag hinaus gesehen wird, um den Weg für ein friedliches und schönes Miteinander bereiten zu können.

Die Fachstelle Bidaya engagiert sich in diesem Themenfeld, indem sie Fortbildungen anbietet, die zu der Existenz und den Folgen des antimuslimischen Rassismus sensibilisieren und über muslimische Lebenswelten aufklären.

Informationen und Veranstaltungen

rund um das Thema finden Sie auf: www.allianzgegenhass.de

Das Wort Bidaya stammt aus dem Arabischen und steht für „(Neu-)Anfang“ oder „Beginn“. Diese Bedeutung ist sinngebend für unsere Arbeit. Die landesweit agierende Fachstelle Bidaya bietet Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, welche von religiös begründeter Radikalisierung bedroht sind oder sich bereits im Radikalisierungsprozess befinden, die nötige Unterstützung für einen Neuanfang.